Ihr Strompreis

Aus welchen Bestandteilen setzt sich Ihr Strompreis zusammen?

 

Ihr Strompreis besteht aus einer Vielzahl an Preisbestandteilen. Dazu zählen unter anderem Steuern, Abgaben und hoheitlich veranlasste Belastungen, die wir Ihnen nachfolgend erläutern möchten.

Allgemeine Informationen zu Preisänderungen aufgrund hoheitlicher Belastungen

Unser Anliegen ist es, Sie dauerhaft mit preiswerter Energie versorgen zu können. Deshalb halten wir für Sie unsere Kosten niedrig und beschaffen Strom zu günstigen Konditionen. Auf zahlreiche Preisbestandteile haben wir als Lieferant allerdings keinen Einfluss – im Gegenteil: aufgrund gesetzlicher Vorgaben führen wir Steuern, Abgaben und hoheitliche Belastungen in der jeweils geltenden Höhe ab und sind daher gezwungen, diese in gleicher Höhe bei unseren Kunden zu erheben. Wenn diese Preisbestandteile sich nach oben oder nach unten verändern, steigt oder sinkt Ihr Strompreis somit quasi automatisch – allerdings nur um die exakte Änderung der nicht beeinflussbaren Preisbestandteile ohne jeglichen Aufschlag.

Stromsteuer

Die Stromsteuer ist eine bundesgesetzlich geregelte Verbrauchsteuer auf elektrische Energie. Mit ihr wird der Verbrauch von elektrischer Energie innerhalb des deutschen Steuergebiets (Bundesrepublik Deutschland ohne das Gebiet von Büsingen und ohne die Insel Helgoland) besteuert. Als Verbrauchsteuer ist die Stromsteuer darauf angelegt, dass sie wirtschaftlich vom Verbraucher getragen wird. Die Erhebung der Steuer erst beim Verbraucher würde jedoch zu einer unübersehbaren Vielzahl von Steuerschuldnern führen. Sie wird daher aus verwaltungsökonomischen Gründen beim Stromversorger als Steuerschuldner erhoben, der sie anschließend über den Strompreis an die Verbraucher weiterreicht. Die Steuer beträgt 2,05 Cent netto je Kilowattstunde. Die Stromsteuer fließt dem Bund als Einnahme zu.

Umsatzsteuer

Die Umsatzsteuer, auch Mehrwertsteuer genannt, wird von einem Verkäufer für einen getätigten Umsatz durch den Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen an die Finanzbehörden abgeführt. Als Verbraucherabgabe ist die Umsatzsteuer darauf angelegt, dass sie wirtschaftlich vom Endverbraucher, dem Konsumenten, getragen wird. Technisch wäre es jedoch nicht möglich, die Umsatzsteuer beim Verbraucher zu erheben. Schuldner der Umsatzsteuer sind deshalb die Unternehmer, die ein Produkt oder eine Dienstleistung verkaufen und damit einen Umsatz erwirtschaften. Ihnen obliegt es, die Umsatzsteuer auf die Empfänger ihrer Leistungen als Bestandteil der Preise abzuwälzen. Für Stromlieferungen gilt der Umsatzsteuerregelsatz, der in Deutschland seit dem 1. Januar 2007 19% beträgt.

Konzessionsabgabe

Die Konzessionsabgabe ist ein Entgelt für die Einräumung des Rechts zur Benutzung öffentlicher Verkehrswege für die Verlegung und den Betrieb von Leitungen, die der unmittelbaren Versorgung von Letztverbrauchern im Gemeindegebiet mit Strom dienen. Die Abgabe wird in Cent je Kilowattstunde Strom erhoben und richtet sich nach der Einwohnergröße der Gemeinde. Bis 25.000 Einwohner beträgt die Konzessionsabgabe 1,32 Cent, bis 100.000 Einwohner 1,59 Cent, bis 500.000 Einwohner 1,99 Cent und über 500.000 Einwohner 2,39 Cent.

EEG Umlage

Die EEG-Umlage ist eine hoheitlich veranlasste Belastung, die sich aus dem Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz - EEG) ergibt. Die Produzenten erneuerbarer Energien erhalten für die Einspeisung in das Stromnetz einen festgelegten Betrag als Einspeisevergütung. Die Übertragungsnetzbetreiber, die die Infrastruktur der überregionalen Stromnetze betreiben, vermarkten den eingespeisten Strom täglich an der Leipziger Strombörse. Die Differenz zwischen Einspeisevergütung und dem Verkaufserlös an der Börse wird von den Übertragungsnetzbetreibern jährlich für das folgende Kalenderjahr prognostiziert und auf den Stromverbrauch von Letztverbrauchern als Umlage in Cent pro Kilowattstunde berechnet. Die jeweils aktuelle Höhe der EEG-Umlage kann auf der Informationsplattform der zuständigen Übertragungsnetzbetreiber unter www.netztransparenz.de abgerufen werden.

KWK-Umlage

Die KWK-Umlage ist eine hoheitlich veranlasste Belastung, die sich aus dem Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz) ergibt. Zweck des Gesetzes ist es, einen Beitrag zur Erhöhung der Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung in der Bundesrepublik Deutschland auf 25 Prozent durch den befristeten Schutz, die Förderung der Modernisierung und des Neubaus von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK-Anlagen), die Unterstützung der Markteinführung der Brennstoffzelle sowie die Förderung des Neu- und Ausbaus von Wärmenetzen, in die Wärme aus KWK-Anlagen eingespeist wird, im Interesse der Energieeinsparung, des Umweltschutzes und der Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung zu leisten. Die finanzielle Förderung wird auf den Stromverbrauch von Letztverbrauchern als Zuschlag umgerechnet und letztlich von den örtlichen Netzbetreibern vom Stromlieferanten erhoben. Die jeweils aktuelle Höhe der KWK-Umlage kann auf der Informationsplattform der zuständigen Übertragungsnetzbetreiber unter www.netztransparenz.de abgerufen werden.

StromNEV-Umlage

Für besonders energieintensive Unternehmen besteht seit der Neufassung der sog. Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) im August 2011 die erweiterte Möglichkeit, ganz oder teilweise von der Zahlung von Netznutzungsentgelten befreit zu werden. Diese werden für die Durchleitung von Strom gezahlt und fließen an den Betreiber des örtlichen Stromnetzes. Die durch die Befreiung entgangenen Netznutzungsentgelte werden auf alle Letztverbraucher von Strom umgelegt. Die jeweils aktuelle Höhe der StromNEV-Umlage kann auf der Informationsplattform der zuständigen Übertragungsnetzbetreiber unter www.netztransparenz.de abgerufen werden.

Offshore-Haftungsumlage nach § 17f EnWG

Die Offshore-Umlage verteilt Ausgleichszahlungen als Aufschlag auf die Netzentgelte auf alle Letztverbrauchern um, sofern es im Rahmen des Anschlusses von Offshore-Windkraftanlagen (z.B. bei Verzögerungen) zu Entschädigungszahlungen kommt. Die jeweils aktuelle Höhe der Offshore-Umlage kann auf der Informationsplattform der zuständigen Übertragungsnetzbetreiber unter www.netztransparenz.de abgerufen werden.

Umlage für abschaltbare Lasten

Über die seit dem 01.01.2014 neu eingeführte Umlage für abschaltbare Lasten werden die Eigentümer großer Stromabnahmstellen entschädigt, die ihren Stromverbrauch drosseln, wenn es die Stabilität des Stromnetzes verlangt. Die dafür anfallenden Kosten werden auf alle Endverbraucher umgelegt. Die jeweils aktuelle Höhe der Abschalt-Umlage kann auf der Informationsplattform der zuständigen Übertragungsnetzbetreiber unter www.netztransparenz.de abgerufen werden.

Stand: 01.11.2015

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