Energiespartipps

Einfach clever Energie sparen

 
Geräteneukauf mit Energiesiegel

Schon beim Kauf können Sie Ihre Betriebskosten für die Zukunft abschätzen. Achten Sie auf das EU-Label und vergleichen Sie die Verbrauchswerte.

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Berücksichtigen Sie, dass die auf dem EU-Label genannten Werte unter Laborbedingungen ermittelt werden. Der tatsächliche Energieverbrauch im Haushalt hängt zusätzlich noch vom Aufstellort und vom Nutzerverhalten ab. 2009 hat die EU die Aktualisierung des EU-Labels beschlossen. Ab 2011 zeigen die Kennzeichnungen A-20 Prozent, A- 30 Prozent etc. an, dass das jeweilige Gerät 20, 30 und mehr Prozent weniger Energie verbraucht als eines der Energieeffizienzklasse A.

Kochen

Beachten Sie beim Neukauf eines Herds neben den Anschaffungskosten auch die unterschiedlichen Energiesparpotenziale: Ein Elektroherd mit Glaskeramik- Kochfeldern spart durch besseres Vor- und Nachwärmen etwa 10% Energie im Vergleich zu älteren Modellen mit Kochgussplatten.

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Noch mehr Energie spart ein Induktionsherd, für den Sie magnetisierbares Kochgeschirr benötigen. Statt herkömmlicher Wärmeübertragung werden die Böden in Töpfen über magnetische Induktion erhitzt. Dieses Verfahren spart rund 20% Energiekosten im Vergleich zu klassischen Herdmodellen. Zum Kochen sollten Sie nur Kochgeschirr verwenden, das einen ebenen Boden und einen gut schließenden, passenden Deckel besitzt. Töpfe und Pfannen sollten zudem möglichst genau zum Durchmesser der Kochstelle passen, um unnötige Wärmeabgabe zu vermeiden. Ein schräg aufliegender Deckel verdoppelt den Strombedarf beim Kochen, ohne Deckel verdreifacht er sich sogar. Vermeiden Sie unnötiges Anheben des Deckels während des Kochens oder verwenden Sie nach Möglichkeit Kochgeschirr mit gläsernem Deckel oder Kochstandsanzeige. Beim Kochen sollten Sie (falls vorhanden) zwischen Ankoch- und Fortkochbereich umschalten oder eine Automatikkochstelle auf Ihrem Herd nutzen. Wasserarmes Kochen spart zusätzlich Strom: Für das Dünsten von Kartoffeln oder Gemüse reicht bereits eine Tasse Wasser. Zur optimalen Nutzung der Restwärme sollten Sie rund 5-10 Minuten vor Ende der Garzeit bereits die Kochstelle abschalten. Bei längeren Kochzeiten von über 40 Minuten sollten Sie den Schnellkochtopf verwenden. Dessen Einsatz spart nicht nur 40% der benötigen Zeit, sondern vor allem bis zu 30% weniger Strom. Für die Zubereitung von heißem Wasser für Tee oder Kaffee sollten Sie Spezialgeräte wie den Wasserkocher oder die Kaffeemaschine bevorzugen, diese verbrauchen deutlich weniger Strom als der Einsatz des Herds. Eierkocher sparen sogar bis zu 80 Prozent Energie.

Backen & Mikrowelle

Kleinere Mengen bis 400g sollten Sie grundsätzlich in der Mikrowelle erwärmen. Achten Sie möglichst schon beim Kauf auf den später genutzten Funktionsumfang und das Fassungsvermögen. Der Einsatz und der Energieverbrauch reicht von klassischen Aufgaben wie das Auftauen, Erwärmen oder Garen als Kombigerät mit Grill und Backofen. Stellen Sie Mikrowellen so auf, dass das Gerät die Abwärme gut abführen kann.

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Nutzen Sie neben mikrowellengeeignetem Geschirr auch eine entsprechende Abdeckung, damit keine Wärme entweichen kann. Vermeiden Sie zusätzliches Umfüllen und damit unnötigen Abwasch, indem Sie direkt im Serviergeschirr erhitzen. Speisen sollten Sie zudem immer flach verteilen, da die Mikrowellen nur 3 bis 6 Zentimeter tief in das Gargut vordringen können. Für das Aufbacken von Brötchen und anderen Backwaren sollten Sie statt dem Backofen den Toaster verwenden. Dieser liefert Ihnen nicht nur schneller warme Brötchen, sondern verbraucht aufgrund der geringeren Aufwärmzeit auch deutlich weniger Strom. Den Backofen sollten Sie stets so aufstellen, dass die Abwärme gut abgegeben werden kann. Ist Ihr Gerät mit einer Automatikfunktion ausgestattet, gibt es oftmals zeit- und energiesparende Programme, die Sie einsetzen können. Verzichten Sie - sofern möglich und unter Beachtung der Herstellerangaben - auf das Vorheizen des Backofens und öffnen Sie die Tür des Backofens nicht öfter als unbedingt notwendig. Beides spart Zeit und etwa 20% Energiekosten beim Backvorgang. Generell lohnt sich der Einsatz des Backofens bei größeren Mengen ab 1,5 Kilo. Im Umluftbetrieb sparen Sie am meisten, da die Temperatur etwas geringer angesetzt werden kann. Bei einem Bleck sparen Sie damit etwa 15%, bei zwei Blechen etwa 25% Strom. Beenden Sie den Backvorgang 5 bis 10 Minuten früher, um die Restwärme optimal zu nutzen.

Kühlen & Gefrieren

Beim Aufstellen des Kühlschranks sollten Sie darauf achten, einen Platz möglichst wenig oder keiner direkten Sonneneinstrahlung zu wählen. Ebenso sind Heizung und Herd keine guten Umgebungen. Die Rückseite des Geräts sollte einen ausreichenden Abstand zur Wand einhalten, um die Abwärme gut abgeben zu können.

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Beim Kauf Ihres Kühlschranks sollten Sie vorab die Größe beachten: Jeder ungenutzte Platz verschwendet Tag für Tag wertvolle Energie, um den nicht genutzten Luftraum zu kühlen. Für einen Ein- oder Zwei-Personen- Haushalt sind 120 bis 140 Liter und für jede zusätzliche Person rund 60 weitere Liter Nutzinhalt empfehlenswert. Zum Gefrieren empfehlen sich je nach Bevorratungsgrad zwischen 50 und 100 Liter Inhalt pro Person. Bei der eingestellten Temperatur empfiehlt sich ein Wert von 7 Grad Celsius, dieser ist für die Kühlung von Lebensmitteln ausreichend. Jedes Grad weniger verbraucht etwa 6% mehr Energie. Im Gefrierbereich sind -18 Grad Celsius ausreichend. Stellen Sie nur vollständig abgekühlte und keine heißen Lebensmittel in den Kühlschrank und decken Sie diese nach Möglichkeit zu. Vermeiden Sie unnötiges Öffnen der Kühlschranktür, indem Sie Ihren Kühlschrank möglichst übersichtlich sortieren. So entweicht nur ein Minimum an Kälte. Kühl- und Gefriergeräte sollten regelmäßig abgetaut werden, damit sich keine dämmende Eisschicht in den Geräten bildet. Eine solche Schicht erhöht unnötig den Stromverbrauch. Moderne Geräte verfügen bereits standardmäßig über eine Abtaufunktion. Überprüfen Sie die Dichtungen des Kühlschranks, indem Sie bei Dunkelheit eine Lichtquelle in das Gerät stellen. Wenn Lichtstrahlen von außen erkennbar sind, sollten Sie die Öffnung justieren oder neue Dichtungen einbauen lassen. Bei längerer Abwesenheit empfiehlt es sich, den Kühlschrank auf kleinster Stufe laufen zu lassen oder (nach Abtauen) ganz abzuschalten.

Geschirrspüler

Grundsätzlich gilt: Die Handwäsche verbraucht deutlich mehr Wasser und etwa 30% mehr Energie als moderne Geschirrspüler. Beachten Sie beim Kauf die Breite des Geräts, die sich auf Wasser- und Stromverbrauch auswirkt. Ebenso sollten sie ein Gerät wählen, das Ihren Ansprüchen genügt und die notwendigen Programme und Funktionen bedarfsgerecht unterstützt. Auf das Vorspülen von Geschirr sollten Sie verzichten, grobe Verschmutzungen sollten Sie z.B. mit dem Besteck vorher lösen. Erst wenn die Geschirrspülmaschine voll beladen ist, sollte der Spülvorgang gestartet werden.

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Für nur leicht verschmutztes Geschirr genügt ein Kurz- oder Sparprogramm, bei normal verschmutztem Geschirr kann auf ein Vorspülprogramm verzichtet werden. Der intelligente Einsatz oder Verzicht auf Spülvorgänge kann rund 10 bis 15 Prozent Energieeinsparung bewirken.

Waschen & Trocknen

Versuchen Sie je nach Wäscheart möglichst nur volle Waschmaschinenladungen zu waschen. Für nur leicht verschmutzte Wäsche genügt ein Kurz- oder Energiesparprogramm. Bei normal verschmutzter Wäsche kann auf die Vorwäsche verzichtet werden. Weitere Energie kann durch das Auswählen einer niedrigeren Temperatur eingespart werden. Wenn Sie mit 40 Grad statt mit 60 Grad waschen, senkt dies den Energieverbrauch um rund 40 Prozent. Je nach Trocknerart sollten Sie den Aufstellungsort des Geräts beachten, um die feuchtwarme Luft gut abgeben zu können. Vermeiden Sie eine zu lange Trockenzeit, indem Sie ein Gerät mit Automatik einsetzen oder durch Erfahrungswerte die optimale Trockenzeit ermitteln.

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Weitere Einsparungen können erzielt werden, wenn die Wäsche bereits vor dem Trocknen durch höhere Schleuderzahl vorbereitet wurde. Trocknen Sie nur Wäsche, die bereits trockenfähig ist, um zu lange Gerätelaufzeiten zu vermeiden. Reinigen Sie die Luftfilter nach jedem Vorgang und nutzen Sie wäscheabhängig das ideale Volumen des Trockners.

Warmwasser-Aufbereitung

Vermeiden Sie unnötigen Verbrauch von warmem Wasser. Beim Duschen kann das Wasser während des Einseifens abgestellt werden, auch am Waschbecken sollten Sie das Wasser nicht ununterbrochen laufen lassen.

Nutzen Sie wassersparende Einrichtungen (Perlatoren) an Duschköpfen und Wasserhähnen. Lassen Sie Warmwassergeräte regelmäßig und fachmännisch warten und entkalken. Achten Sie auf eine ausreichende Dämmung von Warmwasserrohren, um unnötigen Energieverlust beim Transport zu vermeiden.

PC, Drucker, Fax

Achten Sie bereits beim Kauf von Neugeräten auf den Energieverbrauch sowohl beim Betrieb als auch im Stand-by-Modus. Ebenfalls wichtig: Lassen sich die Geräte über einen Netzschalter vollständig vom Netz trennen? Heimelektronik (TV, DVD-Player, HiFi-Anlage) sollten Sie bei längerem Nichtgebrauch vollständig vom Netz trennen. Für Geräte ohne Netzschalter gibt es im Fachhandel geeignete Steckerleisten, die zum Teil über intelligente Einstellungen zum Trennen vom Netz verfügen.

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Moderne Geräte verfügen über Energiespareinstellungen, mit denen nach einer gewissen Zeit der Stand-by-Modus beendet und das Gerät vollständig vom Netz getrennt wird. Bei Faxgeräten sollten Sie darauf achten, ein Gerät zu erwerben, dass auch bei ausgeschaltetem Netzteil empfangsbereit ist und bei eingehendem Anruf wieder den Betrieb aufnimmt. Tintenstrahldrucker reinigen bei jedem Einschalten aufwändig den Druckkopf, daher sollten Sie diese Geräte nicht nach jedem Vorgang vom Netz trennen. Bei längeren Arbeitspausen am PC sollten Sie alle Geräte vollständig abschalten. Auch der Ruhemodus (z.B. Bildschirmschoner) verbraucht Energie. Den Stecker für Ladegeräte (z.B. Handy, Laptops, u. ä.) sollten Sie nach jedem Ladevorgang vollständig aus der Steckdose entfernen, da ansonsten weiterer Energieverbrauch stattfindet.

Beleuchtung

Beleuchtungsmittel verfügen über ein Energielabel, so dass Sie sich bereits beim Neukauf über den Verbrauch informieren können. Energiesparlampen reduzieren den Verbrauch gegenüber herkömmlichen Glühlampen um rund 80 Prozent. In nicht genutzten Räumen sollten Sie stets darauf achten, dass das Licht ausgeschaltet ist. Statt eines Dimmers sollten Sie Leuchtmittel mit geringerer Leistung auswählen.

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Lampen und Leuchten sollten regelmäßig unter Beachtung von Vorsichtsmaßnehmen (Trennung vom Netz) gereinigt werden. Verwenden Sie gezielte Beleuchtung, um den Einsatz von Licht und Energie optimal zu gestalten: Am Arbeitsplatz genügt beispielsweise eine einzelne, kräftige Beleuchtung statt einer vollständigen Raumbeleuchtung.

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