A-H
Ampere
Das Ampere ist die Maßeinheit der elektrischen Stromstärke. Die Einheit ist nach dem französischen Physiker und Mathematiker André-Marie Ampére benannt.
Arbeitspreis/Verbrauchspreis
Der Arbeitspreis gibt bei Energieträgern, wie Wärme, Erdgas und Strom, den Preis der tatsächlich gebrauchten Energie an. Im Gegensatz zum Leistungspreis wird hier bei Nichtnutzung des Stromes kein Arbeitspreis bezahlt. Der Arbeitspreis umschließt die Kosten für Energieerzeugung / Beschaffung, Verteilung und Transport, zzgl. Mehrwertsteuer, Konzessionsabgabe und Ökosteuer.
Biomasse
Biomassen sind regenerierbare CO2 –neutrale Energieträger, die aus biologischen Vorgängen gewonnen werden: nachwachsende Rohstoffe, wie Pflanzen, und organischer Abfall, wie Klärschlamm. Diese Nutzung ist eine der ältesten Formen der Gewinnung von Energie.
Brennwert
Der Brennwert gibt an, wie viel Energie bei vollständiger Verbrennung und Rückkühlung frei wird. Die Angabe erfolgt in Kilowattstunden (kWh) pro Kubikmeter (m³).
Bundesnetzagentur
Die Bundesnetzagentur ist die Regulierungsbehörde für Strom und Gas. Sie soll den Wettbewerb in den Netzmärkten fordern. Die Aufgaben dieser sind die Gewährleistung von diskriminierungsfreiem Netzzugang und Genehmigung der Netzentgelte der Strom- und Gasnetzanbieter.
CE-Kennzeichnung
Produkte mit CE-Kennzeichnung erfüllen bezüglich Sicherheit und Gesundheit den europäischen Standard. Sie gibt keine Informationen über die die Qualität und Sicherheit des Produktes.
Elektron
Das Elektron ist ein elektrisch negativ geladenes leichtes Elementarteilchen mit einer sehr kleinen Masse. In Metallen können sich diese zum Teil frei bewegen und sind Träger der elektrischen Ströme.
Emission
Unter Emission versteht man die Abgabe von schädlichen Stoffen, wie Staub und Lärm, in die Umwelt.
Energie
Die Energie ist die gespeicherte Arbeit eines Körpers oder Systems und dient unter anderem zur Verrichtung von Arbeit und Abgabe von Wärme. Sie kann weder erzeugt noch vernichtet werden.
Energiesparen
Unter Energiesparen versteht man die Minimalisierung von Energie. Dies kann durch Verzicht, sparsame Technik und Verhalten erfolgen.
Energieträger
Energieträger sind Substanze, die Energie enthalten oder die Fähigkeit haben, diese weiterzuleiten. Momentan ist Erdöl international der wichtigste Energieträger.
Energieträgermix
Der Energieträgermix gibt die verschiedenen Energiequellen an.
Energieverlust
Energieverlust ist die Energie, die nicht genutzt werden kann.
Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)
Das Energiewirtschaftsgesetz enthält grundlegende Regelungen nach Richtlinien der EU zum Recht der leistungsgebundenen Energie. Das Ziel ist gem. §1 EnWG, die „möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche“ Versorgung der Allgemeinheit mit Strom und Gas.
Erdgas H
Das Erdgas (von engl. high ,hoch’) hat einen hohen Methangehalt und somit einen Brennwert von ca. 12 kWh/m³.
Erdgas L
Das Erdgas L (von engl. low ,niedrig’) hat einen niedrigen Methangehalt und somit einen Brennwert von ca. 10 kWh/m³.
Erdgassteuer
Die Erdgassteuer, die eine Energiesteuer ist, wird direkt vom Lieferanten entrichtet. Diese ergibt rund 30 % des Erdgas-Verbraucherpreises. 30 % der Erdgasrechnung besteht somit aus Steuern, Konzessions- und anteilige Förderabgaben.
Erdwärme
Die Erdwärme kann zur Gebäudebeheizung und zur elektrischen Energiegewinnung dienen. Die Wärme wird durch Sonneneinstrahlung im zugänglichen Teil der Erdkruste gespeichert und umfasst die in der Erde gespeicherte Energie.
Erneuerbare Energien
Erneuerbare Energien sind Energieträger, die sich entweder kurzfristig von selbst erneuern oder unbegrenzt zur Verfügung stehen (Bsp. Sonne, Wind, Wasser, etc.).
Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) dient zur Regelung der Abnahme und der Vergütung von gewonnenem Strom, der allein aus regenerativen Energiequellen gewonnen wurde. Das Ziel ist die Erhöhung des Anteils an der Stromversorgung von mind. 30 % bis 2020.
Fernwärme
Unter Fernwärme versteht man die Wärmelieferung von Gebäuden mit Warmwasser- und Heizungsversorgung. Die Erzeugung findet in einem zentralen Heizkraftwerk oder in einem dezentralen Blockheizkraftwerk statt.
Fotovoltaik
Die Stromgewinnung aus Sonnenenergie anhand von Solarzellen wird Fotovoltaik genannt. Die Fotovoltaikanlagen werden überwiegend in Privathäusern eingesetzt.
Gleichstrom
Mit Gleichstrom wird Strom mit gleichbleibender Polarität bezeichnet. Dieser kann anhand von elektrochemischen Elementen erlangt werden. Der Gleichstrom wird bei elektronischen Schaltungen und Geräte erfordert.
Grüner Strom
Siehe Ökostrom
Grundlast
Grundlast nennt man den Grundbedarf an Strom, der während eines Tages in einem Stromnetz nicht unterschritten wird. Die dafür eingesetzten Kraftwerke, wie Braunkohle- oder Kernkraftwerke, sind permanent im Betrieb. Bei der Abschaltung der Kraftwerke wird für Ersatz gesorgt.
Grundpreis/Verrechnungspreis
Der Grundpreis beinhaltet die Zählermiete, Abrechnung und die einwandfreie Messungsgarantie. Der Preis ist nicht vom Verbrauch abhängig. Der Strom- bzw. Erdgaspreis besteht aus dem Grund- und Arbeitspreis.
GS-Zeichen
Das GS-Zeichen ist ein verbraucherorientiertes Sicherheitszeichen, das nur in Deutschland gilt. Es steht für die geprüfte Sicherheit von Produkten.
Höchstspannungsnetz
Das Höchstspannungsnetz dient zur landesweiten Verteilung des erzeugten Stromes. Das Netz ist ein Bestandteil des Europäischen Verbundnetzes. Der Energieaustausch mit dem Ausland funktioniert mit Hilfe des Hochspannungsnetzes. Die Spannung beträgt 220.000/380.000 Volt.
Hochspannungsnetz
Das Hochspannungsnetz ist ein Verteilernetz, dessen Leitungen elektrische Energie in Ballungszentren und große Industriebetriebe übertragen. Die Spannung beträgt 110.000 Volt.
